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    Dresden

    Eine Tour nach Dresden klingt nach einem schönen Wochenendtrip. Gute 200km gilt es zu bewältigen. Über die Autobahn wäre man in 2 h vor Ort, aber ich fahre nur aus der Stadt über die A 113. Bei Schönefeld geht es ab und dann in Richtung B96 gen Süden.

    Bis Wünsdorf ist die Fahrt auf der Bundesstraße etwas langweilig, aber zumindest kommt man gut vorwärts, weg von der Stadt. Ab Wünsdorf werden die Straßen kleiner und kleiner, das Wetter wird wärmer, die Musik auf Road Trip gestellt.

    Es ist der Hammer, weitestgehend ohne Verkehr über die Landstraßen. Auf dem Weg ist mir noch eine Cruiser-Gruppe vor den Bug gekommen. Das war ganz nett, dummerweise alles Benzinkutschen. Wenn man dran hängt, wird die Luft ganz schön schlecht. Ich bin dann abgebogen und habe in Dahme eine Mittagspause an einem Lidl eingelegt. Da konnte die Zero noch mal 3 kWh nachladen, und ich habe ca. einen Liter Wasser und ein paar Brötchen nachlegen.

    Derart gestärkt ging es weiter nach Sachsen. Alles wäre gut gewesen, gäbe es nicht diverse unerwartete Straßensperrungen, die mich dann doch auf die Dauer etwas Reichweitennervös gemacht haben. Man kann von Brandenburg und Sachsen nicht gerade behaupten, besonders dicht mit Ladestationen ausgestattet zu sein. Besonders nicht mit Typ 2 AC-Chargern.

    Mit 10km Restreichweite kam ich dann in Dresden am Hotel an. Das war total schön, ein fetter Charger direkt vor der Tür. Also ran an die Station, Stecker rein, 10 Minuten mit dem Menü gekämpft – Lädt nicht.

    Jetzt werde ich dann doch nervös und müde. Eher wenig SOC, beide Charger versagen beim Stromgeben und ich nach 5h und 30° reichlich platt. Was tun? Es zeigt sich ein Lidl in 3km Entfernung – die gehen immer. Also hin da, erstmal den Akku wenig füllen und dann in die Tiefgarage und endlich die Rüstung ablegen.