Kategorie: Gear

  • Einen Widder bitte!

    Einen Widder bitte!

    Also gut, das Wetter an Himmelfahrt ist mir zu durchwachsen um eine größere Fahrt anzugehen. Stattdessen heute ein Bastel-Quicky. Trotz großem Display im Cockpit hat die Zero ja kein Navi vorgesehen – es bleibt nur selber etwas anzubauen. Der erste Wurf, ein Beeline an der Lenkerstange funktioniert grundsätzlich. Allerdings liegt es an der Stelle dank Integralhelm deutlich außerhalb des Blickfeldes. Man kann da schonmal einen Abzweig verpassen – ob man dann jemals wieder auf Kurs kommt, hängt etwas vom modus operandi des Navis ab. Jedenfalls habe ich mit den #Steckerbiker Ram Anbau bestellt – der darf heute ran.

    Erstmal die Scheibe ab!

    Zuerst muss die Scheibe ab. Schwarze Schrauben auf schwarzem Grund – leicht nass – ich musste erstmal genau hinsehen um zu merken dass das Sternschrauben sind. Glücklicherweise ließ mich mein ADAC Steckschlüssel- Willkommensgeschenk aus dem letzten Jahrtausend auch heute nicht im Stich.

    Dann die Brücke dran schrauben und die Scheibe zurück and die Front.

    Hier die neue Fahrersicht. Ebenso einfach wie genial.

  • Heute im Angebot: Wasserdichtigkeitstest

    Heute im Angebot: Wasserdichtigkeitstest

    Ab und zu muss man ja arbeiten. Das wirkt sich negativ auf die Tourenlänge mit Krad aus, ist aber eine gute Entschuldigung mit der Zero durch die Stadt zu cruisen. Ich musste feststellen das sich der Verkehr seit ich vor 20 Jahren mit Motorradfahren aufgehört habe, subtil verändert hat. Früher musste man sehr aufmerksam auf Autos aufpassen, die mit schlafwandlerischer Sicherheit immer genau das dümmste taten was man in einem Auto auf einer Straße tun konnte. Es ging eigentlich nur darum sich zu überlegen was das dümmste ist was die 3 Autos vor einem machen könnten und zu vermeiden im Weg zu sein. Es ist dann immer so eingetreten wie gedacht. Das erste Auto wechselt die Spur ohne zu blinken, das davor bremst unaufgefordert und ganz vorne wurde spontan der Warnblinker aktiviert. So oder so ähnlich.

    Naja, ist ich auch immer noch so. Zusätzlich musste ich feststellen dass die Radfahrer immer noch in Selbsmörder- Mission unterwegs sind – soweit nichts neues – aber dank Motor erheblich schneller. So geschah es des Morgens dass ich in eine Einfahrt einbiegen wollte, während ein Fahrrad mit ca 50km/h gut getarnt hinter einem parkenden LKW in meinen pro forma Schulterblick düste. Klar, man hätte ihn einfach auffahren lassen können, aber das macht man ja nicht. Stattdessen Schreckbremsung bei Schrittgeschwindigkeit. Was passiert? Mopped steht sofort – so weit so gut – und kippt nach innen. Letzteres war dann doch eher unangenehm, 250kg wollen erstmal aufgehalten werden.

    Egal, der Wettergott meine es dann gut mit mir – der Verdacht auf Muskelfaserriss muss gekühlt werden – dache er sich. Das Gewitter mit ca. 2cm großen Hagelkörnern ließ dann nicht lange auf sich warten. An der Stelle dachte ich mir so, klar! Willkommen in der Welt des Motorradfahrens.

    Fazit: Die Kombi Jacke macht einen recht wasserfesten Eindruck. Die Hose hat Schwächen, die Wanderstiefel die aktuell herhalten müssen hielten sich wacker – und die Handschuhe, ca 30Jahre alte Leder Sommerhandschuhe mit Belüftungslöchern – nun ja. Habe über das Cypher Griffwärmer update nachgedacht. Finde es aber dann doch noch eher overkill.

    Morgen mache ich Homeoffice.

  • Die erste Runde

    Die erste Runde

    Nachdem ich gestern gemerkt habe dass das Wetter doch eher auf der kühlen Schulter agiert, habe ich mich heute dann doch um bessere Schuhe und das Thermofutter gekümmert. Vor dem losfahren dachte ich noch ich erschwitze, aber das hat sich dann auf dem Mopped deutlich verbessert. Also – so viel sei gesagt: Thermisch war heute alles in bester Ordnung.

    Gestern habe ich mich auch oft über verpasste Abbiegungen in semi bekanntem Terrain geärgert. So oft das ich noch beim Louis vorbei gefahren bin und ein Beeline moto 2 geschossen habe. Das durfte heute zeigen was es kann. Zuerst muss man natürlich eine Tour erstellen. Da ist die beeline app nur so semi cool. Deutlich besser, wenn auch ohne Ladepunkplanung, ist Calimoto. Die Strecken generieren sich fast von selbst, man bekommt Kurvenstrecken angezeigt und alle möglichen Highlights kann man ebenfalls einschalten. Also habe ich beide Apps jetzt im Premium trial modus. Calimoto war für die Planung zuständig. Im Premium mode kann man dann auch kml Touren exportieren, die sich wunderbar in beeline importieren lassen. Zugegeben – eine App die alles kann wäre schon besser.

    Egal, mit der Calimoto tour im beeline das keine Dongel an den Lenker geknüppert und los gehts. Erstmal eine lange Strecke bekanntes Terrain. Wunderbar. Man fährt was man kennt und checkt direkt ob das Navi mithalten kann. Es kann. Tatsächlich ist das moto 2 von der Optik her etwas gewöhnungsbedürftig. Man hat nur sehr wenig Kontext auf der sehr kleinen Fläche. Das kann man jetzt schlecht finden – ich fand es aber eher gut. Tatsächlich hat mich das Teil immer rechtzeitig angezwitschert um Aufmerksamkeit zu heischen – faszinierender Weise immer dann wenn ich es auch hören konnte. Die Vorwarnzeit, vor allem auf dem Land mit seinen kilometerlangen Abständen zu Kreuzungen – war sehr gelungen. Auch die Roundabout Anzeige konnte ich intuitiv deuten und fand sie nach anfänglichen Fragezeichen in den Augen doch sehr nützlich.

    Also gut, die Rüstung steht, die Planung ist gemacht. SOC 97%. Die heutige Tour geht über Großziehten, Selchow, also den Pistenschwellen vom BER, Mittenwalde, Zossen, Kummersdorf, Trebbin, Saarmund und dann zurück über Großziehten nach Hause. Insgesamt 120km. Unterwegs immer mal wieder neugierige Blicke. „Was ist denn das für ein Motor“ , „Wie? Rein elektrisch?“, „Geht ab wie Schmitz Katze, wa?“ – Ja, kann ich alles bestätigen. Auch wenn die Strecke natürlich absichtlich nicht im Hochgeschwindigkeitsbereich liegt.

    Elektrisch im Vordergrund, Verbrenner im Hintergrund.
    Elektrisch im Vordergrund, Verbrenner im Hintergrund

    Als ich durch Zossen düse, mein eigentlich geplanter Halt mit kurzer Energieaufnahme für mich und die Zero, ist mein SOC noch so hoch, dass sich ein Anhalten eigentlich nicht lohnt. Auch schöne Haltestellen mit See und schönen Wetter – alles wird rechts und links liegen gelassen. Heute geht es um Drehmoment. Und Durchzug. Vor allem um Durchzug. Besonders wenn vor mir einer dieser alten DDR Zweitakter rumstänkert. Da wird dann mal kurz am Poti gedreht und schon ist die Luft wieder rein. Wenn da noch 10 andere Autos dazwischen waren – egal.

    Leider geht das alles nich ganz ohne Spuren an meinem alten untrainierten Körper vorbei. In Trebbin gibt es endlich eine rote Ampel die mit Einhalt gebietet. Eine gute Gelegenheit sich hinzustellen und das Gesäß zu reanimieren. Eieiei, das meine Schulter nicht mehr die fitteste ist, nach all den Schreibtischjahren – klar. Aber das der Hintern nach einer Stunde Fahrt schon derart platt ist, wer hätte das gedacht?

    Screenshot

    Hinter Großbeeren drehe ich auf der autobahnmäßig ausgebauten Straße Richtung Schönefeld noch mal kurz auf um möglichst schnell fertig zu werden. Die Strecke durch die Stadt nach hause geht es dann wieder im Stop & Go Eco Modus.

    Was habe ich gelernt? Plane deine Pausen. Die Batterie hält länger durch als mein Hintern, die Reifen haben noch deutlich Spiel in der Schräglage, und mit 97% schaffe ich die 160KM wohl relativ souverän, auch wenn ich im Stadtverkehr noch viel weiter kommen kann. Am Ende der Tour hatte ich noch 30% übrig – da kommt noch keinerlei Nervosität auf.

    Werte
    Soc97% – 30%
    Strecke120km
    Zeit2:19 – 2:55 über alles
    GeschwindigkeitDurchschnitt 51,1km/h

    Nichtsdestotrotz wird der Ladeheinz um die Ecke angesteuert. Puh – 3h Ladezeit. Zum Glück habe ich heute nichts weiter vor. Vielleicht muss ich doch demnächst mal den Cypher Store austesten.