Autor: kilobike

  • DC Quick Charge für Gen3 Zeros ab 2022 angekündigt.

    DC Quick Charge für Gen3 Zeros ab 2022 angekündigt.

    Gerade gestern habe ich mich noch mit langen Ladezeiten auf Touren auseinandergesetzt. Ja es gibt Situationen wo man die gut kaschieren kann. Aber eigentlich will niemand lange an einem Charger stehen müssen.

    Heute nun kommt die E-Mail Ankündigung von Zero – ‚ im Laufe des Jahres 2027‘ soll es DC-charging upgrades für Gen3 Street und DualSport Modelle geben.

    Im Laufe des Jahres – klingt für mich nach Weihnachten nächstes Jahr – wenn das mal kein schönes Geschenk wäre.

  • Kleines Zwischenfazit nach knapp 4000km

    Kleines Zwischenfazit nach knapp 4000km

    Ich wohne mitten in Berlin. Die Zero fährt mich dieses Jahr zu fast allen meinen Zielen in der Stadt. Sofern es überhaupt mit einem Zweirad machbar ist, nehme ich sie. Verglichen mit einem Verbrenner – nur Vorteile. Man kann überall laden. Man kommt überall hin. Der Akku hält im Regelfall länger als eine Woche. Der Verbrauch ist minimal. Im Stau kein sinnloses getuckere, die linke Seite ist frei und braucht sich nicht um Kupplung und Schaltung zu kümmern. An der Ampel kommt man ohne angestrengtes Dröhnen von 0-50kmh gefühlt schon bis mitte der Kreuzung. Die Kiste handelt sich super, trotz Gewicht und durch die hohe Bauart hat man einen guten Überblick – trotz hoher SUV-Dichte in der Stadt.

    Verglichen mit einem Fahrrad – die Zero ist ein echtes Motorrad und darf nicht auf Radwege, steht also mehr im Stau. Parken kann man auch ohne sie anzuschließen. Mit Helm und Anzug ist man im Sommer erheblich zu warm angezogen. Wechselklamotte ist beim Arbeitspendeln Pflicht.

    Hier fühlt sie sich wohl

    Aber ich habe das Motorrad ja nicht für die Stadt gekauft, sondern um schöne Touren in der Gegend zu machen. Dafür ist der Akku auch wunderbar geeignet. Die 160km Landstraßenreichweite kann man gut verplanen. Damit kann man eine schöne Tour mit einer Stunde Ladepause planen die letztlich einen angenehmen Tourentag mit insgesamt gut 200km gestalten. Damit hat man auf der Landstraße in der Regel auch genug zu tun. Im Mittelgebirge fängt die Sache an richtig Spaß zu machen. Da man sich um keine Gänge kümmern muss und massiv Drehmoment zur Verfügung hat, kann man einfach nur Kurven genießen. Das macht so viel Spaß dass man eigentlich gar nicht mehr nach Hause will.

    Dummerweise ist das nächste Gebirge aber 250km weit weg – und damit einen ganzen Tag Landstraße entfernt. Das nervt, denn auf der Autobahn macht die Karre nicht so viel Spaß. Natürlich kann ich mit 150km/h durchaus im Verkehr mitschwimmen – aber die Reichweite sinkt doch sehr rapide. Was bringt es 100km in 50 Minuten zu schaffen um dann 100 Minuten am Charger zu hängen? Die Ladezeiten sind zum Touren echt eine Qual. Ich habe nichts gegen 30 Minuten Pausen am Ladegerät – die finde ich durchaus entspannend. Kann auch durchaus öfter sein. Aber wenn es über eine dreiviertel Stunde hinaus geht, fängt es doch an gehörig zu nerven.

    Nehmen wir folgendes Szenario – ich habe im Sommer Freitags früh Feierabend – auf der Autobahn kann man in 2h bis Dresden kommen. Das macht zwar keinen Spaß, positioniert mich aber gut für einen schönen Samstag in den Bergen. Dann kann ich noch einmal übernachten, den nächsten Vormittag noch ein bisschen cruisen und dann mit dampf in den ollen Molloch zurück. Oder über Landstraße – wobei ich da auch schon einige kenne – und so cool sind die auf die Dauer auch nicht.

    So stellt sich also die Frage – wie gestaltet man die Anreise möglichst komfortabel und Zeitsparend um dann in der Zielregion maximalen Spaß zu haben?

    Ich habe mal nach Motorradzügen geschaut. Sieht ganz schön mau aus. Nächste Haltestelle Hamburg. Von da kann man dann über Nacht in den Süden fahren – das Angebot ist aber sehr überschaubar – und bahntyptisch teuer, auch wenn die Deutsche Bahn gleich gar nichts mehr anbietet. Bei €500 für die Fahrt an die Schweizer Grenze schlucke ich dann schon etwas. Ich meine, klar, über Nacht reisen spart eine Hotelübernachtung und einen Tag. Trotzdem macht man das wohl doch nicht für ein langes Wochenende – zumal man ja auch nach Hamburg fahren muss.

    Natürlich gibt es die Option Anhänger. Damit kann man Strecke entspannt auf der Autobahn machen. Aber man hat halt auch den Hänger an der Backe, mit all den sperrigen Nebenwirkungen.

    Am vernünftigsten erscheint einfach irgendwo zu wohnen wo es schön ist – dann gibt es das Anfahrt Problem nicht. Andererseits – wer will schon immer auf der Hausstrecke bleiben? Und dann hat man wieder das Problem.

    Ich brauche einfach mehr Urlaub!

  • Dresden – Lübbenau – Berlin

    Dresden – Lübbenau – Berlin

    Nach einem schönen Dresden Aufenthalt mit bemerkenswerter Nachtwächterführung und etlichem Sightseeing durch die historische Altstadt geht es wieder heimwärts. Wie es sich so ergibt, mit einem Meetup in Lübbenau mit ein paar #Steckerbiker `n. Die Tour nach Lübbenau über Bronkow, vorbei am Lausitzring war extraschön. Großartige Kurven, ein bisschen Hügelland, kaum Verkehr und bestes Wetter. 124km sind bequem in der Komfortzone der Zero, die ich am Vorabend noch mal auf 100% geladen habe. Mit etwa 30% SOC komme ich in Lübbenau deutlich vor Paddys Trupp an. Das war gut, denn die Ladesituation am Parkplatz ist etwas belegt. Letzlich musste sich die Gruppe über den Ort verteilen um genug freie Stecker zu finden. Bei Kaffee und Kuchen, oder auch Schnitzel hatte ich die großartige Gelegenheit ein paar gleichgesinnte Elekro- Kradler kennenzulernen und vom reichen Erfahrungsschatz der anderen zu profitieren.

    Den Rückweg treten wir nach etwa 90 Minuten an. Ziel ist die Tesla Gigafactory. Hier gibt es schön viele Ladestationen – das muss ich mal gesehen haben. Die Tour ist mal etwas anderes. Ich bin noch nie in einer Gruppe gefahren. Mit meinen 1000km Erfahrung nach der sehr langen Pause bin ich auch alles andere als routiniert. Naja, Paddy im lead findet uns eine schöne Tour durch den Wald.

    Bei Tesla laden wir noch mal eine halbe Stunde und schnacken noch einen Schlag. Das letze Stück führt dann jeder für sich nach Hause. Ein langer Tag, der Hintern gut plattgesessen komme ich zuhause an. Jetzt ist es erstmal Zeit für die 1000km Inspektion.

  • Dresden

    Dresden

    Eine Tour nach Dresden klingt nach einem schönen Wochenendtrip. Gute 200km gilt es zu bewältigen. Über die Autobahn wäre man in 2 h vor Ort, aber ich fahre nur aus der Stadt über die A 113. Bei Schönefeld geht es ab und dann in Richtung B96 gen Süden.

    Bis Wünsdorf ist die Fahrt auf der Bundesstraße etwas langweilig, aber zumindest kommt man gut vorwärts, weg von der Stadt. Ab Wünsdorf werden die Straßen kleiner und kleiner, das Wetter wird wärmer, die Musik auf Road Trip gestellt.

    Es ist der Hammer, weitestgehend ohne Verkehr über die Landstraßen. Auf dem Weg ist mir noch eine Cruiser-Gruppe vor den Bug gekommen. Das war ganz nett, dummerweise alles Benzinkutschen. Wenn man dran hängt, wird die Luft ganz schön schlecht. Ich bin dann abgebogen und habe in Dahme eine Mittagspause an einem Lidl eingelegt. Da konnte die Zero noch mal 3 kWh nachladen, und ich habe ca. einen Liter Wasser und ein paar Brötchen nachlegen.

    Derart gestärkt ging es weiter nach Sachsen. Alles wäre gut gewesen, gäbe es nicht diverse unerwartete Straßensperrungen, die mich dann doch auf die Dauer etwas Reichweitennervös gemacht haben. Man kann von Brandenburg und Sachsen nicht gerade behaupten, besonders dicht mit Ladestationen ausgestattet zu sein. Besonders nicht mit Typ 2 AC-Chargern.

    Mit 10km Restreichweite kam ich dann in Dresden am Hotel an. Das war total schön, ein fetter Charger direkt vor der Tür. Also ran an die Station, Stecker rein, 10 Minuten mit dem Menü gekämpft – Lädt nicht.

    Jetzt werde ich dann doch nervös und müde. Eher wenig SOC, beide Charger versagen beim Stromgeben und ich nach 5h und 30° reichlich platt. Was tun? Es zeigt sich ein Lidl in 3km Entfernung – die gehen immer. Also hin da, erstmal den Akku wenig füllen und dann in die Tiefgarage und endlich die Rüstung ablegen.

  • Tour durch die nördliche Peripherie

    Tour durch die nördliche Peripherie

    Das Wetter wird besser, Zeit mal wieder eine neue Himmelsrichtung auszuprobieren. Heute geht es bei Velten raus, Oranienburg mit geplanter Pause in Wandlitz. Dann weiter an Bernau vorbei und wieder zurück. Insgesamt ca. 140km.

    Die Fahrt durch Berlin war anscheinend zu viel für das Beeline. Es leitet mich von einer Vollsperrung in die nächste. Bei Henningsdorf bin ich schon reichlich fertig mit den Nerven. Ich überlege, ob ich nicht doch öfter mal die A100 in Betracht ziehen sollte. Auf der Habenseite steht natürlich, dass ich nur sehr wenig Energie verbraucht habe. Der Spaßfaktor bis hierhin tendiert allerdings gegen 0. Endlich außerhalb des Autobahnrings wird es etwas leerer. Die Strecken sind aber nicht sonderlich interessant. Ich feiere jede Kurve, sofern denn mal eine vorkommt, bis ich in Wandlitz angekommen bin.

    Wandlitz bietet laut Ladeapp einige Ladepunkte mit gastronomischer Begleitung. Ich fahre an einen Ladepunkt. Nur für E-Kennzeichen. Die Gastronomie lässt auch zu wünschen übrig. Kurz und gut, nach einer kWh fahre ich weiter. Auf Parkschein habe ich jetzt auch keine Lust. Keine Ahnung, wo ich den unterbringen soll am Krad.

    Bis Oranienburg nichts Erwähnenswertes, außer ein stetig stärker werdendes Hungergefühl. An einer Ampel wabert verheißungsvoll fettgeschwängerter Meckesduft an mir vorbei. Also gut.

    Ich fahre danach noch ein paar kleine Straßen. Tendenziell vielversprechend, allerdings in erbarmungswürdigem Zustand, sodass Kurven mit Schlaglöchern auch nicht wirklich zum Spaß betragen konnten. Als mich dann noch eine Vollsperrung bei Schwanebeck eine Stunde Nerven kostete, beschloss ich, den Tag möglichst schnell zu beenden. Am Ende des Tages war ich 5:30h unterwegs, davon 3h tatsächlich bewegt. Keine Empfehlung. Sowohl die Tour nach Süden wie auch nach Osten durch Buckow war erbeblich besser.

  • Einen Widder bitte!

    Einen Widder bitte!

    Also gut, das Wetter an Himmelfahrt ist mir zu durchwachsen um eine größere Fahrt anzugehen. Stattdessen heute ein Bastel-Quicky. Trotz großem Display im Cockpit hat die Zero ja kein Navi vorgesehen – es bleibt nur selber etwas anzubauen. Der erste Wurf, ein Beeline an der Lenkerstange funktioniert grundsätzlich. Allerdings liegt es an der Stelle dank Integralhelm deutlich außerhalb des Blickfeldes. Man kann da schonmal einen Abzweig verpassen – ob man dann jemals wieder auf Kurs kommt, hängt etwas vom modus operandi des Navis ab. Jedenfalls habe ich mit den #Steckerbiker Ram Anbau bestellt – der darf heute ran.

    Erstmal die Scheibe ab!

    Zuerst muss die Scheibe ab. Schwarze Schrauben auf schwarzem Grund – leicht nass – ich musste erstmal genau hinsehen um zu merken dass das Sternschrauben sind. Glücklicherweise ließ mich mein ADAC Steckschlüssel- Willkommensgeschenk aus dem letzten Jahrtausend auch heute nicht im Stich.

    Dann die Brücke dran schrauben und die Scheibe zurück and die Front.

    Hier die neue Fahrersicht. Ebenso einfach wie genial.

  • Heute im Angebot: Wasserdichtigkeitstest

    Heute im Angebot: Wasserdichtigkeitstest

    Ab und zu muss man ja arbeiten. Das wirkt sich negativ auf die Tourenlänge mit Krad aus, ist aber eine gute Entschuldigung mit der Zero durch die Stadt zu cruisen. Ich musste feststellen das sich der Verkehr seit ich vor 20 Jahren mit Motorradfahren aufgehört habe, subtil verändert hat. Früher musste man sehr aufmerksam auf Autos aufpassen, die mit schlafwandlerischer Sicherheit immer genau das dümmste taten was man in einem Auto auf einer Straße tun konnte. Es ging eigentlich nur darum sich zu überlegen was das dümmste ist was die 3 Autos vor einem machen könnten und zu vermeiden im Weg zu sein. Es ist dann immer so eingetreten wie gedacht. Das erste Auto wechselt die Spur ohne zu blinken, das davor bremst unaufgefordert und ganz vorne wurde spontan der Warnblinker aktiviert. So oder so ähnlich.

    Naja, ist ich auch immer noch so. Zusätzlich musste ich feststellen dass die Radfahrer immer noch in Selbsmörder- Mission unterwegs sind – soweit nichts neues – aber dank Motor erheblich schneller. So geschah es des Morgens dass ich in eine Einfahrt einbiegen wollte, während ein Fahrrad mit ca 50km/h gut getarnt hinter einem parkenden LKW in meinen pro forma Schulterblick düste. Klar, man hätte ihn einfach auffahren lassen können, aber das macht man ja nicht. Stattdessen Schreckbremsung bei Schrittgeschwindigkeit. Was passiert? Mopped steht sofort – so weit so gut – und kippt nach innen. Letzteres war dann doch eher unangenehm, 250kg wollen erstmal aufgehalten werden.

    Egal, der Wettergott meine es dann gut mit mir – der Verdacht auf Muskelfaserriss muss gekühlt werden – dache er sich. Das Gewitter mit ca. 2cm großen Hagelkörnern ließ dann nicht lange auf sich warten. An der Stelle dachte ich mir so, klar! Willkommen in der Welt des Motorradfahrens.

    Fazit: Die Kombi Jacke macht einen recht wasserfesten Eindruck. Die Hose hat Schwächen, die Wanderstiefel die aktuell herhalten müssen hielten sich wacker – und die Handschuhe, ca 30Jahre alte Leder Sommerhandschuhe mit Belüftungslöchern – nun ja. Habe über das Cypher Griffwärmer update nachgedacht. Finde es aber dann doch noch eher overkill.

    Morgen mache ich Homeoffice.

  • Langes Wochenende, aber wohin?

    Langes Wochenende, aber wohin?

    Das Himmelfahrtswochenende steht bevor. Das Wetter gibt sich durchwachsen; ich denke es wäre eine schöne Gelegenheit eine Mehrtagestour zu planen. Aber wohin? Wenn man schon mehrere Tage fahren will, dann sollte es auch eine schöne Gegend sein. Da war sie wieder- die Ladefrage. Wie finde ich am besten eine Unterkunft die am besten eine Wallbox, wenigstens aber eine Steckdose über nacht zur Verfügung stellen kann? Gibt es sowas wie Elektromotorrad-freundliche Hotels? Wenn ja, wie findet man die? Könnte ich bitte alle Ladepunkte in Calimoto oder Beeline angezeigt bekommen? Und wieso kann ich in Beeline eine importierte Tour so schlecht bearbeiten? Fragen über Fragen.

    Zurück zur Essenz. Ich habe irre lange Ladezeiten zu bewältigen. Also gilt es möglichst schöne Ladelokations zu finden. Am besten mit garantiert schönem Wetter und Badestelle oder so.

    Fangen wir also mit ein paar Eckdaten an. 500km, eine Rundtour. Mal Cali fragen.

    Screenshot

    Warum nicht – Dessau, irgendwo um Stendal und dann wieder Richtung Berlin. Da sollte es doch ein paar Ladepunkte auf dem Weg geben.

    Also vergleiche ich jetzt Ladeapps. Mal gibt es hier einen Punkt mal da, aber zur erschreckenden Wahrheit gehört auch – in Ballungsgebieten gibt es eine brauchbar hohe Ladepunktdichte, aber in weniger dicht besiedelten Gegenden sieht es sehr dünn aus. Da denkt man sich dann schon – okay, ein Ladepunkt in umkreis von 20km – was wenn ich da ankomme und gerade ein Fetter SUV mit 100kWh Kapazität lädt? Naja ich schätze mal – no risk, no fun.

    Viel mehr macht mir eh das Wetter Sorgen. Ich habe noch keine Wetterfesten Koffer oder ähnliches. Da wird das Commitment zur Reise einem nicht leicht gemacht – also für heute ist klar – ich warte noch ab, mal sehen was die Vorhersagen bis Mittwoch noch so bringen.

  • Runde mit Schweiz

    Runde mit Schweiz

    Die heutige Runde geht von Berlin in die Schweiz (Märkische) und zurück. Bei bestem Wetter geht es morgens erstmal übers Adlergestell nach Hartmannsdorf, Hoppegarten, Müncheberg nach Buckow. Ein paar schöne kleine Strässchen auf dem Weg machen richtig Spaß. Anscheinend sind die auch beliebt bei Radfahrern. Selbige habe ich zu hunderten überholt. Waren aber keine ausgewiesenen Fahrradstraßen. Buckow ist natürlich optimal um eine kleine Pause einzulegen. So tat ich das dann auch. Freundlicherweise gab es auch eine Ladestation die ich nochmal um 3kWh erleichtern konnte, während ich mir ein leichtes Mittag im ‚Stadtkern‘ gegönnt habe. Buckow ist bekanntlich sehr schön, das wissen anscheinend viele Menschen, und die waren auch alle da. Naja, alleine in Motorradkluft macht das Sightseeing auch nur bedingt Spaß, also ging es nach einer Stunde und 20% höherem SOC wieder weiter. Die 20% habe ich auf der recht schnellen Strecke in Richtung Werneuchen dann erschreckend schnell wieder verbraucht. Dort habe ich mir dann erstmal einen schönen Garten gesucht und noch ein paar Stunden gechillt, bis es abends wieder Heim ging.

    Insgesamt waren es heute 150km. Abzüglich der mittaglichen Ladung habe ich 80% SOC verbraucht. Viele Streckenteile waren gemäßigte Geschwindigkeit, im Durchschnitt 55km/h.

    Der erste Leg von Berlin über Buckow. Der Rest war mäßig interessant.

  • Die erste Runde

    Die erste Runde

    Nachdem ich gestern gemerkt habe dass das Wetter doch eher auf der kühlen Schulter agiert, habe ich mich heute dann doch um bessere Schuhe und das Thermofutter gekümmert. Vor dem losfahren dachte ich noch ich erschwitze, aber das hat sich dann auf dem Mopped deutlich verbessert. Also – so viel sei gesagt: Thermisch war heute alles in bester Ordnung.

    Gestern habe ich mich auch oft über verpasste Abbiegungen in semi bekanntem Terrain geärgert. So oft das ich noch beim Louis vorbei gefahren bin und ein Beeline moto 2 geschossen habe. Das durfte heute zeigen was es kann. Zuerst muss man natürlich eine Tour erstellen. Da ist die beeline app nur so semi cool. Deutlich besser, wenn auch ohne Ladepunkplanung, ist Calimoto. Die Strecken generieren sich fast von selbst, man bekommt Kurvenstrecken angezeigt und alle möglichen Highlights kann man ebenfalls einschalten. Also habe ich beide Apps jetzt im Premium trial modus. Calimoto war für die Planung zuständig. Im Premium mode kann man dann auch kml Touren exportieren, die sich wunderbar in beeline importieren lassen. Zugegeben – eine App die alles kann wäre schon besser.

    Egal, mit der Calimoto tour im beeline das keine Dongel an den Lenker geknüppert und los gehts. Erstmal eine lange Strecke bekanntes Terrain. Wunderbar. Man fährt was man kennt und checkt direkt ob das Navi mithalten kann. Es kann. Tatsächlich ist das moto 2 von der Optik her etwas gewöhnungsbedürftig. Man hat nur sehr wenig Kontext auf der sehr kleinen Fläche. Das kann man jetzt schlecht finden – ich fand es aber eher gut. Tatsächlich hat mich das Teil immer rechtzeitig angezwitschert um Aufmerksamkeit zu heischen – faszinierender Weise immer dann wenn ich es auch hören konnte. Die Vorwarnzeit, vor allem auf dem Land mit seinen kilometerlangen Abständen zu Kreuzungen – war sehr gelungen. Auch die Roundabout Anzeige konnte ich intuitiv deuten und fand sie nach anfänglichen Fragezeichen in den Augen doch sehr nützlich.

    Also gut, die Rüstung steht, die Planung ist gemacht. SOC 97%. Die heutige Tour geht über Großziehten, Selchow, also den Pistenschwellen vom BER, Mittenwalde, Zossen, Kummersdorf, Trebbin, Saarmund und dann zurück über Großziehten nach Hause. Insgesamt 120km. Unterwegs immer mal wieder neugierige Blicke. „Was ist denn das für ein Motor“ , „Wie? Rein elektrisch?“, „Geht ab wie Schmitz Katze, wa?“ – Ja, kann ich alles bestätigen. Auch wenn die Strecke natürlich absichtlich nicht im Hochgeschwindigkeitsbereich liegt.

    Elektrisch im Vordergrund, Verbrenner im Hintergrund.
    Elektrisch im Vordergrund, Verbrenner im Hintergrund

    Als ich durch Zossen düse, mein eigentlich geplanter Halt mit kurzer Energieaufnahme für mich und die Zero, ist mein SOC noch so hoch, dass sich ein Anhalten eigentlich nicht lohnt. Auch schöne Haltestellen mit See und schönen Wetter – alles wird rechts und links liegen gelassen. Heute geht es um Drehmoment. Und Durchzug. Vor allem um Durchzug. Besonders wenn vor mir einer dieser alten DDR Zweitakter rumstänkert. Da wird dann mal kurz am Poti gedreht und schon ist die Luft wieder rein. Wenn da noch 10 andere Autos dazwischen waren – egal.

    Leider geht das alles nich ganz ohne Spuren an meinem alten untrainierten Körper vorbei. In Trebbin gibt es endlich eine rote Ampel die mit Einhalt gebietet. Eine gute Gelegenheit sich hinzustellen und das Gesäß zu reanimieren. Eieiei, das meine Schulter nicht mehr die fitteste ist, nach all den Schreibtischjahren – klar. Aber das der Hintern nach einer Stunde Fahrt schon derart platt ist, wer hätte das gedacht?

    Screenshot

    Hinter Großbeeren drehe ich auf der autobahnmäßig ausgebauten Straße Richtung Schönefeld noch mal kurz auf um möglichst schnell fertig zu werden. Die Strecke durch die Stadt nach hause geht es dann wieder im Stop & Go Eco Modus.

    Was habe ich gelernt? Plane deine Pausen. Die Batterie hält länger durch als mein Hintern, die Reifen haben noch deutlich Spiel in der Schräglage, und mit 97% schaffe ich die 160KM wohl relativ souverän, auch wenn ich im Stadtverkehr noch viel weiter kommen kann. Am Ende der Tour hatte ich noch 30% übrig – da kommt noch keinerlei Nervosität auf.

    Werte
    Soc97% – 30%
    Strecke120km
    Zeit2:19 – 2:55 über alles
    GeschwindigkeitDurchschnitt 51,1km/h

    Nichtsdestotrotz wird der Ladeheinz um die Ecke angesteuert. Puh – 3h Ladezeit. Zum Glück habe ich heute nichts weiter vor. Vielleicht muss ich doch demnächst mal den Cypher Store austesten.